Interview

Lieber Alexander, du bist Autor bei REDRUM BOOKS. Erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum, oder hast du früher bereits Bücher auf den Markt gebracht?

 

Das ist meine erste Veröffentlichung in einem Verlag und dann noch in einem außergewöhnlichen. :-) Auf jeden Fall erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum. Ein Traum, den ich seit meiner Kindheit träume.

 

Hörst du Musik, während du schreibst und falls ja, welche Richtung (bspw. Klassik, Rock, Rap, spezielle Band/s)?

 

Ja, beim Schreiben brauche ich Musik. Sie inspiriert mich und hilft mir, in eine andere Welt abzutauchen. Ich höre unterschiedliche Richtungen, je nachdem was ich so schreibe. Das geht von Hans Zimmer über Toto zu Metallica oder Rage Against the Machine.

 

 

Wieviel Zeit hast du für dein aktuelles bzw. letztes Werk benötigt - inklusive Recherche?

 

Bei "Runaway Mike" ging schon eine Menge Zeit ins Land, etwa anderthalb Jahre. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag war großartig. REDRUM legt den Focus wirklich auf die Qualität und es geht nicht daraum, schnell irgendwas hinzukritzeln. Mir wurde unglaubliches Vertrauen entgegengebracht. Das mich echt geplättet.

 

Schreibst du einfach drauflos und die Geschichte entwickelt sich, oder arbeitest du streng nach einem vorab ausgearbeiteten Skript?

 

Kein Skript. In meinem Kopf kämpfe ich immer mit mehreren Ideen gleichzeitig. Dann gibt es diese Momente, in denen mir dämmert, dass meine Lebenszeit nie ausreichen wird, um alle davon in Geschichten zu verwandeln. Also entscheide ich mich. Anschließend schreibe ich drauf los, ohne Skript, ohne Regeln.

 

Wo schreibst du bevorzugt?

 

Ich brauche meinen Schreibtisch und die Tastatur des PCs. Ich mag es eigentlich gar nicht, am Laptop zu schreiben. Das geschieht nur im Notfall.

 

Auf einer Skala von 1 (keimfrei sauber) bis 10 (gerade noch beherrschbares Chaos): Wie ordentlich sieht es an deinem Arbeitsplatz aus, wenn du in die Tasten hämmerst?

 

Es passt noch die Tasse Kaffee rauf, also 9.

 

Reicht doch. :-) Zu welcher Tages- oder Nachtzeit kommen dir für gewöhnlich die besten Ideen?

 

Eigentlich den ganzen Tag über. Aber es gibt Phasen, wo diese verstärkt auftreten, etwa beim Duschen oder dem Spaziergang mit dem Hund.

 

Alexander durstig bei der schriftstellerischen Arbeit. Wer ist dein Favorit? Kaffee, Tee, Kakao, Wodka oder nichts von allem?

 

Kaffee, und der muss schwarz sein. Die Variante mit Milch oder Zucker würde mein Körper sofort abstoßen.

 

Naschst du nebenher?

 

Beim Schreiben? Vielleicht ab und zu ein paar Erdnüsse.

 

Was ist dir in der Regel lieber: Ein Spaziergang mit deinem Lieblingsmenschen am Meer bzw. im Wald, oder eine fröhliche Party mit Freunden?

 

Am ehesten eine Mischung aus beidem. Manchmal braucht man das Gespräch bei einem Spaziergang mit der Vertrauensperson. Ein anderes Mal benötigt man das Zusammensein in einer fröhlichen Runde, um zu begreifen, welch schöne Momente es im Leben gibt.

 

"Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen." (Guy de Maupassant)

 

Welchen Stellenwert nimmt der Humor in deinem Leben ein?

 

Als verheirateter Mann und Vater von drei Kindern hat man nicht viel zu lachen! Nein, Spaß beiseite. :-) Humor ist wichtig! Um nicht verrückt zu werden, sollte man versuchen, die Dinge mit Humor zu nehmen. Kinder helfen da ungemein. Sie bringen den Glauben daran zurück, selbst wenn man schon dachte, ihn verloren zu haben.

 

Hast du ein oder mehrere Haustiere? Falls ja, was für welche?

 

Einen Hund, Emma. Ein Mischling, den wir vor fünf Jahren aus dem Tierheim geholt haben. Ich bin sehr froh darüber. Sie bereichert unser Leben, jeden Tag.

 

Wenn du für einen Tag Emma wärst und sprechen könntest, was würdest du dir unbedingt sagen wollen?

 

Die Zeit, die wir zusammen verbringen dürfen, ist kurz.

 

Magst du Gartenarbeit?

 

Oh ja, sehr. Leider habe ich keinen. Dafür helfe ich gern meiner Mutter, wenn ich dort zu Besuch bin. Mit zwanzig (lange her) habe ich sogar einmal in einem Gartenbaubetrieb ausgeholfen, einen ganzen Sommer lang.

 

Welcher ist dein bevorzugter Kleidungsstil und warum?

 

Hab ich einen? Ich mag Turnschuhe und Chucks, Polohemden und Jeans. Ich steh auf dunkle Farben, aber ist das ein Stil? Ich ziehe einfach irgendwas an, meist das, was als oberstes in meinem Schrank liegt.

 

Was gibt es Positives über deinen derzeitigen Wohnort zu sagen?

 

Ich fühle mich in Thüringen sehr wohl. Natürlich ist alles etwas kleiner als in Berlin. Das hat durchaus seine angenehmen Seiten. Die Einheimischen nehmen sogar Rücksicht auf meinen Berliner Dialekt. Das erleichtert mir die Integration.

 

Was möchtest du deinen Fans mitteilen?

 

Danke, dass ihr meine Bücher gelesen habt. DANKE!!

 

Was möchtest du deinen Kritikern mitteilen?

 

Gebt mir eine faire Chance.

 

Verrate uns einen oder zwei deiner Lieblingsfilme (nicht Bücher).

 

"Alien Covenant" und "Lethal Weapon" (die gesamte Reihe)

 

Was schätzt du an deinen (echten) Freunden am meisten?

 

Bedingungslose Liebe, Seelenverwandtschaft, Vertrauen und Verlässlichkeit!

 

Schön gesagt. :-) Wieso hast du dich für das Genre Thriller entschieden?

 

Da war eher Zufall und Michael Merhi schuld. Wir sind uns im November 2016 auf der Buch Berlin begegnet. Bis dato habe ich nur Science Fiction geschrieben. Danach hatte ich einfach Bock darauf, über einen Bullen zu schreiben, der die Seiten wechselt und dennoch die Unterwelt aufmischt. Vielleicht bleibe ich dabei.

 

Wenn du eine Rede vor den Vereinten Nationen halten dürftest, um welches Thema würde es vorrangig gehen?

 

"Lasst uns diesen Planeten wieder groß machen, damit unsere Kinder ein sorgenfreies Leben führen dürfen ... ." So würde ich beginnen.

 

Gibt es einen absoluten Lieblingsschriftsteller, der dich mehr als alle anderen beeindruckt bzw. geprägt hat?

 

Auf jeden Fall Jim Thompson.

 

Bitte gib uns noch einen gut gemeinten Ratschlag fürs Leben.

 

Stehe einfach einmal mehr auf, als du hingefallen bist.

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