Interview / Jutta Wölk

Liebe Jutta, du bist Gastautorin bei REDRUM BOOKS und mit einer Kurzgeschichte in GONE MAD von

A. C. Hurts vertreten. Nenn uns bitte drei Schlagworte, die dir spontan zu unserem Verlag einfallen. :-)

 

Verrückt, anders, spannend.


Könntest du dir vorstellen, irgendwann einmal ein fester Bestandteil unserer (leicht verrückten) Autorenriege zu werden?

 

Ja klar, ich halte mich ja selbst für ein bisschen gaga.

 

Hörst du Musik, während du schreibst und falls ja, welche Richtung (bspw. Klassik, Rock, Rap, spezielle Band/s)?

 

Nein, ich habe es gerne ruhig beim Schreiben, da kann ich mich besser konzentrieren. Störungen bringen mich aus dem Konzept.

 

Schreibst du einfach drauflos und die Geschichte entwickelt sich, oder arbeitest du streng nach einem vorab ausgearbeiteten Skript?

 

Ich schreibe einfach drauflos und lass mich überraschen, was dabei herauskommt - wenn was dabei herauskommt. :-) Ich fange öfter einen Plot an, verliere aber gelegentlich die Lust daran. Dann schreibe ich etwas anderes.

 

Wo schreibst du bevorzugt?

 

Am Schreibtisch.

 

Auf einer Skala von 1 (keimfrei sauber) bis 10 (gerade noch beherrschbares Chaos): Wie ordentlich sieht es an deinem Arbeitsplatz aus, wenn du in die Tasten hämmerst?

 

Ach herrje, meine Ordnung auf dem Schreibtisch würde eure Skala sprengen. Ich brauche offenbar das Chaos, schaffe aber natürlich immer wieder Ordnung. Allerdings dauert es nicht lange, dann sieht es genauso aus wie vorher.

 

Das kenne ich von irgendwoher. :-) Zu welcher Tages- oder Nachtzeit kommen dir für gewöhnlich die besten Ideen?

 

Die Ideen kommen nicht zu bestimmten Zeiten. Sie überfallen mich geradezu, so gut wie immer unverhofft. Manchmal passiert es beim Spaziergang mit dem Hund, wenn ich in Baumrinden Gnome und andere inspirierende Kreaturen sehe. Ein anderes Mal überfallen sie mich, wenn ich die Leute um mich herum beobachte.

 

Du durstig bei der schriftstellerischen Arbeit. Wer ist dein Favorit? Kaffee, Tee, Kakao, Wodka oder nichts von allem?

 

Alkohol auf keinen Fall, sonst würde ich nur irgendwelchen Unsinn verzapfen, den ich später selber nicht mehr verstehen würde. Ich trinke lieber Kaffee oder Wasser.

 

Naschst du nebenher?

 

Ja, und das Schlimme dabei ist: Ich merke gar nicht, wie viel ich nasche. Dann passt irgendwann die Hose nicht mehr und ich muss vermehrt aufs Rudergerät.

 

Was ist dir in der Regel lieber: Ein Spaziergang mit deinem Lieblingsmenschen am Meer bzw. im Wald, oder eine fröhliche Party mit Freunden?

 

Ich gehe lieber mit einem Lieblingsmenschen in den Wald, aber hin und wieder brauche ich auch eine fröhliche Party.

 

Welchen Stellenwert nimmt der Humor in deinem Leben ein?

 

Er nimmt einen sehr großen Stellenwert ein. Wenn ich nur von Menschen umgeben wäre, die zum Lachen in den Keller gehen, würde ich eingehen wie eine Primel. Ich besitze auch schwarzen Humor. Allerdings kommt der nicht immer gut an. Deshalb ernte ich manchmal böse oder unverständliche Blicke.

 

Hast du ein oder mehrere Haustiere? Falls ja, was für welche?

 

Seit ich denken kann, ist mindestens ein Haustier an meiner Seite. Früher waren es drei Katzen und ein Hund, heute ist es nur noch ein Hund. Haustiere geben so viel, ohne Wenn und Aber! Sie sind sehr wichtig für mich.

 

Das kann ich gut nachvollziehen. Wenn du für einen Tag dein Hund wärst und sprechen könntest, was würdest du dir unbedingt sagen wollen?

 

"Mensch Frauchchen, sei mal ein bisschen geduldiger und mecker nicht gleich, wenn ich was falsch mache oder mich daneben benehme! Schließlich bin ich noch jung und wild."

 

Magst du Gartenarbeit?

 

Eigentlich schon, aber mein Rücken wehrt sich dagegen.

 

Welcher ist dein bevorzugter Kleidungsstil und warum?

 

Bevorzugt Jeans und Shirt, lässig muss es sein. Ich bin noch nie mit der Mode gegangen. Zu Hause trage ich Jogginghosen. Da brauche ich nicht auf Knitterfalten zu achten und kann mich bequem hinlümmeln. Wenn ich mich mal chic machen muss, bedeutet es fast schon Horror für mich. Zum Glück kommt das selten vor.

 

Was gibt es Positives über deinen derzeitigen Wohnort zu sagen?

 

Es gibt sehr viel Grün und Natur um uns herum.

 

Was möchtest du deinen Fans mitteilen?

 

Ich möchte jedem Menschen danken, der sich für eines meiner Bücher entscheidet. Fänden sich keine Leser, würde ich wahrscheinlich überdenken, ob ich noch weiter schreiben soll. Außerdem freue ich mich über deren Feedback. Es ist ungemein wichtig für mich.

 

Was möchtest du deinen Kritikern mitteilen?

 

Konstruktive Kritik begrüße ich. Dadurch lerne ich, was ich verbessern kann.

 

Verrate uns einen oder zwei deiner Lieblingsfilme (nicht Bücher).

 

"Gorillas im Nebel" gehört definitiv zu meinen Lieblingen, obwohl ich ihn nicht mehr ansehen mag, weil ich dabei so schrecklich heulen muss. "Der Schuh des Manitu" zählt ebenso zu meinen Favoriten. Die Handlung ist so schön bekloppt! Ich lache mich jedes Mal schlapp und entdecke immer wieder etwas Neues. Oft sind das Dinge, die ich vorher vor lauter Lachen gar nicht mitbekommen habe.

 

Was schätzt du an deinen (echten) Freunden am meisten?

 

Dass ich mich in jeder Lebenslage vollkommen auf sie verlassen kann.

 

Wieso schreibst du auch im Horror-Genre?

 

Das kann ich mir selbst nicht genau erklären. Ich habe eigentlich kein Hauptgenre, obwohl ich mystische Geschichten bevorzuge. Ich schreibe einfach das, was mir in den Sinn kommt. Dabei entstehen eben auch blutrünstige Stories. Vielleicht spielt die Urangst vor dem Tod eine Rolle, oder es liegt daran, dass ich zu viele Horrorfilme sehe. Die Spannung darin nimmt mich gefangen. Ich fiebere mit, als wäre ich einer der Protagonisten. Solche Filme oder Serien inspirieren mich.

 

Wenn du eine Rede vor den Vereinten Nationen halten dürftest, um welches Thema würde es vorrangig gehen?

 

Tierschutz.

 

Gibt es einen absoluten Lieblingsschriftsteller, der dich mehr als alle anderen beeindruckt bzw. geprägt hat?

 

Früher war es Stephen King, aber heute habe ich keinen bevorzugten Schriftsteller mehr.

 

Bitte gib uns noch einen gut gemeinten Ratschlag fürs Leben.

 

Behandele Menschen und Tiere immer so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

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